Italienische Keramik

Italienische Keramik aus der Sammlerpraxis ist vor allem Majolika, also Irdenware mit zinnhaltiger Glasur, und nicht Porzellan. Die Werkstätten von Deruta, Faenza, Urbino, Castelli, Caltagirone, Grottaglie und Vietri haben jeweils eine eigene Palette, eigene Formen und eine eigene Art, den Fuß zu putzen. Die Prüfung beginnt am Scherben. Die Glasur ist deckend weiß oder leicht getönt, die Bemalung liegt in der Glasur, und am Fuß oder am Rand bleibt oft eine Stelle, die vor dem Brand abgewischt wurde. Istoriato mit erzählenden Szenen, Lüster aus Deruta und Gubbio, der blaue Berettino-Grund aus Faenza und die gemusterten Waren des Südens sind verschiedene Waren und verschiedene Preise. Eine Marke kommt erst danach. Werkstätten des 19. und 20. Jahrhunderts haben alte Zeichen wiederverwendet, und ein aufgemalter Ortsname auf einem Andenken-Teller ist kein Datum. Porzellan steht auf einer eigenen Seite, weil Masse, Manufaktur und Marke anders zu lesen sind.

16 Artikel